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Sonntag, 14. März 2010, 17:17

Trinkwasser in Heteborn kann Gesundheit gefährden

Hier ein Pressebericht über einen kleine Ort im Harz: Quelle www.mz-web.de
Untersuchungen durchgeführt - Die Ursache ist noch unklar - Wichtig ist das Abkochen
VON HOLGER HADINGA, 09.03.10, 18:57h, aktualisiert 09.03.10, 19:47h


Wiegand Abend mit einem Schreiben der Midewa
Imbiss-Inhaber Wiegand Abend hat auch ein Schreiben der Midewa bekommen. Sein Gastronomiebetrieb läuft uneingeschränkt weiter. (FOTO: CHRIS WOHLFELD)

HETEBORN/MZ. Seit Montag flattern Warnzettel der Köthener Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH Niederlassung Anhalt Vorharz (Midewa) in die Briefkästen der Heteborner. Grund für diese Aktion: Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurde festgestellt, dass das Trinkwasser für die Gemeinde mikrobiologisch verunreinigt ist. Das kann die Gesundheit gefährden.

Bakterien vermutlich von außen

"Die Warnhinweise sind eine reine Vorsichtsmaßnahme, und die Ursache der Verunreinigung muss noch geklärt werden", so Peter Wilzewski, technischer Leiter bei der Midewa am Dienstag auf Nachfrage der MZ. Er vermutet keinen technischen Fehler, sondern dass die Bakterien von außen in das Trinkwasser eingedrungen sein könnten - und zwar durch einen so genannten Erdhochbehälter, der aus Beton besteht. Solch eine Vorrichtung dient der Druckregelung beziehungsweise dem Druckausgleich, ist außerdem für Notzeiten ein Vorratsspeicher. Zur Sicherheit werde nicht nur der Behälter in Heteborn, sondern auch andere in der Region untersucht, wobei Proben entnommen werden. Solche Erdhochbehälter befinden sich zum Beispiel auch in Hedersleben oder Wedderstedt. Peter Wilzewski schätzt ein: "Ein Ergebnis kann erst Anfang nächster Woche erwartet werden."

Um des Rätsels Lösung zu finden, erfolgen die Untersuchungen in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz. "Zur Ursachenfindung wurden noch weitere Proben entnommen und Vorsorgemaßnahmen getroffen", erklärte Peter Segler, Sachgebietsleiter Infektionsschutz und Hygiene mit Sitz in Wernigerode.

Unter anderem werden laut Midewa-Brief engmaschige bakteriologische Kontrollen durchgeführt. Außerdem wird zur Desinfektion des Wassers Chlor zugegeben. Ebenso gilt nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ein Abkochgebot. Das bedeutet für die Einwohner Heteborns, dass das Wasser für wichtige Zwecke des täglichen Lebens laut Zettel "sprudelnd kochen" muss.

Das Abkochen ist zum Beispiel für die Nahrungszubereitung, beim Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst sowie für die private Herstellung von Eiswürfeln wichtig. Nicht zu vergessen ist diese Vorsichtsmaßnahme ebenso für das Zähneputzen oder medizinische Zwecke. Dazu gehören vor allem das Reinigen von Wunden und Nasenspülungen.

Problemlose Körperpflege

Das gekochte und soweit wie nötig abgekühlte Wasser kann wie bisher verwendet werden. Für das tägliche Waschen, Duschen oder Baden brauchen die Heteborner das Nass nicht abzukochen. Es darf jedoch nicht getrunken werden oder auf offene Wunden gelangen. Ebenso ist nach Angaben der Midewa ein Abkochen weder für Haustiere und Vieh noch für die Toilettenspülung notwendig.

Wie denken die Heteborner über ihr verunreinigtes Trinkwasser? "Es dürfte nicht viel passieren, denn Wasser wird meist sowieso gekocht, zum Beispiel bei Tee oder Kaffee. Das Ganze ist nur etwas umständlicher, für den gastronomischen Bereich besteht aber keine Gefahr", meint Wiegand Abend, Inhaber des Imbisses "Bereich 1" an der Parkstraße.

Ein Bewohner der Hakelstraße sagte: "Ich koche das Wasser nicht ab. Das macht man nur, wenn man auf Nummer Sicher gehen will, zum Beispiel, wenn man Kleinkinder hat. Außerdem fehlt mir zum Abkochen die Zeit. Ich frage mich nur, ob uns die Midewa entschädigt, wenn wir jetzt dadurch einen höheren Stromverbrauch haben."

Maria Thärig wohnt ebenfalls in der Hakelstraße und ist der Ansicht: "Schön ist das Ganze nicht und ich hoffe, dass es nicht mehr so lange dauert. Wenn man sich an die Vorschriften hält und Wasser abkocht, kann eigentlich nichts passieren."

Weitere Informationen bei der Köthener Midewa unter der Telefonnummer: 03496 / 41 10 34.

Abhilfe können hier die Trinkwasseraufbereitungsanlagen von BestWater schaffen:

http://www.bestwater.de/

Frank Dietz
Regionalmanager
International BestWater AG
Merseburger Str. 137,
06112 Halle, Deutschland
Tel. 0345-1716888
Mobil. 0178-5566116
www.wasser-erfolg.de

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