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Mittwoch, 20. Januar 2010, 08:20

Bad Lauchstädt setzt auf Tourismus

Zahl der Einwohner ist jetzt auf 9 500 gestiegen
VON ELKE JÄGER, 19.01.10, 18:10h, aktualisiert 19.01.10, 21:11h


Bad Lauchstädt: Der Herbstmarkt in der Goethestadt hat Tradition. (FOTO: PETER WÖLK)


BAD LAUCHSTÄDT/MZ. Vor zwei Jahren hat sich Bad Lauchstädt mit den Ortsteilen Bad Lauchstädt, Schafstädt, Klobikau und Delitz am Berge neu gegründet. Seit Januar 2009 darf sich die Stadt, häufig als "Goethestädtchen" bezeichnet, ganz offiziell Goethestadt nennen - der Namenszusatz ist amtlich. Mit Beginn dieses Jahres wuchs Bad Lauchstädt noch um ein Stück: Als letzter im Bunde kam am 1. Januar 2010 die Gemeinde Milzau hinzu, die vorher bereits zur Verwaltungsgemeinschaft gehörte.

"Damit haben wir jetzt rund 9 500 Einwohner", konstatiert Bürgermeisterin Ilse Niewiadoma (FDP) und bedauert ein wenig, dass die 10 000 nicht zusammenkommen. Das wäre die Gemeinde Knapendorf gewesen, ursprünglich Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft, die sich aber dann für einen Anschluss an Schkopau entschieden hatte.

Dafür grenzt Bad Lauchstädt nun auch an Merseburg und ist, dank Klobikau, einer der Anliegerorte am Geiseltalsee. Nach und nach werden Satzungen aller Ortsteile vereinheitlicht, Gebühren auf ein Niveau gebracht. Von den 122 Beschlüssen, die der Stadtrat im Jahr 2009 gefasst hat, beschäftigten sich viele mit derartigen Themen.

Die Wohnungsgesellschaft, die Schafstädt mit in die Ehe gebracht hatte, verwaltet mittlerweile - außer denen in Delitz am Berge - alle kommunalen Wohnungen in Bad Lauchstädt, Milzau und Klobikau und betreut damit 362 Wohnungen. Die große Mehrheit davon ist saniert, nur in Bad Lauchstädt in der Harnackstraße gibt es noch einen Block, in dem sogar noch Kohlen geschleppt werden. Eine Verpuffung und ein Brand in der oberen Etage waren Anlass, über eine Modernisierung nachzudenken. "Wir werden natürlich vorher mit den Mietern darüber sprechen", betont Bürgermeisterin Niewiadoma. "Wichtig ist, dass die Mieten sozial verträglich bleiben."

Verändert haben sich die Strukturen in der Verwaltung, Prioritäten wurden neu gesetzt. So wurde eine Stelle für Tourismus und Marketing geschaffen und eine weitere für Denkmalschutz im Bereich Bad Lauchstädt. Davon verspricht sich die Goethestadt den nötigen Aufschwung in puncto Tourismus-Werbung - man will dem Namen schließlich alle Ehre machen. Ein weiterer Aspekt ist die Vermarktung des Geiseltalsees in Abstimmung mit den anderen Anliegerkommunen.

Auf denkmalgeschützte Bauwerke trifft man in Bad Lauchstädt auf Schritt und Tritt, vor allem im Bereich rund um den Markt bis zum Theater. Mit dem Markt, der bisher recht stiefmütterlich behandelt wurde, hat die Stadt große Pläne. "Wir wollen den Platz umgestalten", schaut Ilse Niewiadoma voraus. Dabei rechne man auch mit Fördermitteln, sowohl im kommunalen als auch privaten Sektor, zum Beispiel für Fassadengestaltung. In diesem Jahr sollen Ideen gesammelt und konkrete Pläne geschmiedet werden, damit es 2011 losgehen kann.

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Mittelstands Anzeiger


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